Zeigerpflanzen

Zeigerpflanzen sind Pflanzen, die uns etwas über ihren Standort verraten. Diese Pflanzen sind recht anspruchsvoll bezüglich ihrer Lebensbedingungen und wachsen nicht überall. Man kann man an ihnen erkennen ob ein Boden z.B. nährstoffreich ist oder es sogar Bodenstörungen gibt.

Standort Stickstoff - Nährstoffreicher Boden
Manches Unkraut zeigt dem Gärtner an, wie viel Nährstoffe oder Wasser ein Boden zur Verfügung stellt. Der wuchernde Giersch ist besonders vital auf stickstoffreichen, feuchten und leicht schattigen Ecken im Garten. Die Brennnessel ist auch ein Stickstoffzeiger und treibt seine Wurzelausläufer wie der Giersch immer weiter. So erobern sich beide neue Böden und bilden große Bestände. Am Rande dieser Bestände kann die Stickstoff liebende Knoblauchrauke bestehen. Sie ist zweijährig. Erst werden die Blätter gebildet und im Folgejahr die Blüte. Nach der Versamung stirbt die Pflanze ab.
Der Holunderstrauch ist eine alte Gartenpflanze, die gerne in die Nähe des Komposthaufens gepflanzt wurde. Die vielen Nährstoffe ließen den Strauch sehr kräftig wachsen. Auf anderen Standorten kümmert der Holunder. Bester Boden ist eine Voraussetzung für eine reiche Fliederbeerenernte.

Kommen Sie hier zu einem unserer Holunder.


Brennnessel


Holunder

Knoblauchrauke

Bodenstörung am Standort durch Verdichtung
Nach Baumaßnahmen, durch Tritt entstandene Trampelpfade oder schlecht gelockerte Böden tritt meist ein Sauerstoffmangel im Boden auf, den nur wenige Pflanzen kompensieren können. Im Wald kann man noch Jahre lang sehen, wo eine schwere Maschine den Weg verlassen hat. Dort wächst die Winkel-Segge. An Wegrändern, die ständig belaufen werden, kann nur noch der Breitwegerich gedeihen. Diese Pflanze wird in Nordamerika ‚Fußabdruck des weißen Mannes‘ genannt. Die Siedler brachen die Samen des Breitwegerichs an ihren Schuhen mit und überall, wo die Siedler ankamen, wuchs der Breitwegerich. Der Weiß-Klee ist oft im Rasen zu finden und zeigt auch hier einen verdichteten Boden an. Manchmal ist die Verdichtung nicht nur oberflächlich, sondern liegt tiefer und ist nicht gleich zu erkennen. In Neubaugebieten wird oft eine dünne Mutterbodenschicht auf das Bausubstrat geschüttet, der aber verdichtet ist und die Pflanzen können nicht tief einwurzeln. Sie kümmern dann und im Rasen erscheint der Weiß-Klee.


Weiß-Klee


Winkel-Segge


Breitwegerich

Kommen Sie hier zu einem Beinwell und hier zu einem Hahnenfuß, welche beide auch für verdichteten Boden geeignet wären.

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